Gott – Christus – Seele

Eine revolutionäre Offenbarung des Lehrers bezieht sich auf den Begriff „Gott“. Mit diesem Begriff verbinden wir traditionell den Schöpfer des Weltalls. Vissarion jedoch unterscheidet zwischen dem Schöpfer der materiellen Welt (dem Alleinen bzw. Alleinigen, auch Gott-Vater genannt) und dem Himmlischen Vater (dem Gottessohn, oder Gott-Sohn). Der Himmlische Vater ist der Vater ausschließlich der Menschen und ist der Erschaffer der Seelen. Die Seele wohnt als Funken des Himmlischen Vaters jedem Menschen inne und erlaubt eine geistige Verbindung zwischen dem Menschen und Gott. (Unter dem Begriff „Gott“ wird hier und in den Schriften Vissarions nunmehr der Himmlische Vater verstanden, während der Schöpfergott als der „Alleinige“ bezeichnet wird.)

Christus ist Sohn des Himmlischen Vaters, der gesandt wurde, um die Menschen an die Gesetze der Seele zu erinnern.
Die Wahrheit über die Gesetze kann letztendlich nur der kennen, der die Gesetze gemacht hat. Man könnte die Mission des Christus als Verkünder der WAHRHEIT in einem Gleichnis beschreiben:
Der Himmlische Vater ist mit dem Erfinder einer komplexen Maschine zu vergleichen. Er macht einen Bauplan – das ist die „Wahrheit“ dieser Maschine, die nur er kennt. Irgendwann übergibt er seine Pläne und das gesamte Wissen an seinen Sohn, der dann ebenfalls die „Wahrheit“ der Maschine kennt.  Wenn die Benutzer dieser Maschine an irgendeinem entfernten Ort nicht mehr mit ihr umzugehen wissen, schickt der Erfinder seinen Sohn, der die Eigenarten und die Sprache der Benutzer versteht, um diese zu unterweisen.

Der Schöpfer des Weltalls und der Himmlische Vater
„Erkennt, Kinder Gottes, das große Geheimnis, dass der Schöpfer des Weltalls und euer Himmlischer Vater nicht ein und dieselbe Quelle sind. Der Unterschied zwischen Ihnen ist derart, wie es sich auch im Wesen einer Blume zeigt. Es gibt eine Wurzel, aus der der Stängel der materiellen Ewigkeit hervorgeht und an dem sich einst eine wundersame einmalige Knospe entfaltete, die den Duft einer neuen Ewigkeit verströmte.
Zur Wurzel des Weltalls wurde der Alleinige oder, wie man Ihn im Osten nennt, das Absolute. Er ist der Große Vater des Weltalls und Vater von allem, was im Weltall existiert. Er ist der Ursprung der Wahrheit des materiellen Seins und die Quelle des Lebensgeistes (der materiellen Lebenskraft).
Für den Menschen ist der Himmlische Vater die wundervolle wohlduftende Knospe im Weltall. Er ist der Große Vater der menschlichen Seelen und der Sohn des Alleinigen. Euer Gott ist der Ursprung der Wahrheit des Geistigen Seins und die Quelle des Heiligen Geistes (der geistigen Lebenskraft).“

Letztes Testament: Vorverkündigung, Vers 52

„Also, im Dasein atmen zwei Quellen.
Aus Ihren Mündern entströmen je zwei verschiedene Geister. Der eine nährt die Planeten mit dem Lebensgeist, der andere wärmt die Menschen mit dem Heiligen Geist.“

Letztes Testament: Die Letzte Hoffnung, Kap. 1, Vers 54ff.

Der Alleinige (Gott-Vater)
„Der Alleinige aber ist nicht der Ursprung der geistigen Gesetze, und folglich ist die Eigenschaft der gesegneten Liebe Ihm nicht eigen. In Seinem Wesen gibt es weder das Gute noch das Böse. Der mächtige Schöpfer des Weltalls hat die Harmonie zur Entwicklung der materiellen Welt geschaffen, wo alles, was in ihr geboren wurde, dazu berufen ist, bei seiner Entwicklung in Harmonie mit dem zu treten, in dessen Einflussbereich es sich befindet. “
Letztes Testament: Grundlagenbuch, Kap. 9, Vers 17ff.

Der Himmlische Vater  (Gott-Sohn)
„Der Alleinige ist der Ursprung der materiellen Wahrheit, auf deren Grundlage sich der Verstand und der menschliche Körper entwickelt. Diese Wahrheit existiert immer und hängt nicht von den Wünschen anderer Kinder des Alleinigen ab.Der Gott des Menschengeschlechts aber ist das Prinzip der geistigen Wahrheit, aufgrund derer die Entwicklung der Seele möglich ist.“
Letztes Testament: Grundlagenbuch, Kap. 9, Vers 38ff.

Christus – Sohn Gottes – die WAHRHEIT

Ein Zitat zu der Frage: Wie kann Christus beweisen, dass Er Christus ist?

„Die Wahrheit braucht sich nicht zu behaupten, sie holt die Weggehenden nicht ein, klopft nicht an die Türen der Tauben und leuchtet nicht in die Fenster der Blinden.
Aus der Quelle strömend verbleibt Sie. Diejenigen, die die Wahrheit erwarten und Sie begehren, sind berufen, aus Ihr zu trinken, denn den wahren Geschmack des Wassers empfindet nur, wer seinen Durst stillt, und nicht jener, der schon den nächsten Geschmack erprobt.“

Letztes Testament: Grundlagenbuch, Kap. 9, Vers 44ff.

Die Seele
„Irgendwann einmal, vor langer Zeit, lief der zukünftige Mensch über die Wiese, noch ohne eine Seele zu haben, machte die ersten Schritte zur Entwicklung des Verstandes, auf dem Weg des Wissens und der Analyse, auf dem Weg der Entwicklung des ganzen Alls. Doch eines Tages legte der Himmlische Vater einen Teil von Sich in ihn. Und von diesem Moment an veränderte sich alles sehr stark, das Wirrwarr begann.“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 2, Kap. 14, Vers 61

Die Verbindung zum Himmlischen Vater
„Die Seele eines jeden von euch hat eine ständige Verbindung zum Himmlischen Vater durch einen bestimmten, nie reißenden und für euch unsichtbaren wunderbaren Faden.
Ebenso wie die Lungen des materiellen Körpers ständig die lebensspendende Luft einatmen müssen, so muss auch eure Seele zur Lebenserhaltung ständig durch diesen wunderbaren Faden den Heiligen Geist ihres Vaters einatmen.“

Letztes Testament: Die letzte Hoffnung, Kap. 9, Vers 13

 

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