An das Gute glauben

Ist es nicht so, dass wir gern bereit sind dem zu glauben, wenn jemand über einen Dritten etwas Negatives berichtet? Das ist wiederum ein Schutz unseres Egoismus, der es nicht so gern sieht, wenn Andere besser sind als wir. Wird aber über einen Dritten etwas Positives berichtet, so sind wir geneigt, das anzuzweifeln.
Einen Widerhall dieses Gesetzes finden wir im Gebaren der Medien. Kann sich irgendein Medium beispielsweise leisten, etwas Positives über jemanden zu berichten, von dem behauptet wird, er sei der Sohn Gottes?
Ohne auch nur ein Quäntchen an Auseinandersetzung mit dem, was diese Person sagt oder darstellt, ist eine Vorverurteilung vorprogrammiert. Gefahrlos kann man dagegen alles erdenklich Negative, ja sogar bewusste Lügen, über diese Person verbreiten. Dies mag ein extremes Beispiel sein; die Tendenz ist jedoch allenthalben zu beobachten.
Wir sollten mutiger sein im Glauben an das Gute im Menschen. Nur dann wird es uns gelingen, den Nächsten nicht als potentiellen Feind zu sehen, der unsere Bedeutsamkeit schmälern könnte. Nur dann wird es uns gelingen, eine im Herzen vereinte Menschenfamilie zu gestalten, die zu schaffen unabdingbar ist für ein Überleben der Menschheit.

Dem Negativen keinen Glauben schenken
„Wenn ein psychisch gesunder Mensch mit einer negativen Information über irgendjemanden in Berührung kommt, so wird er diese Information nur zur Kenntnis nehmen, und lässt unbedingt zu, dass diese Information durchaus ungenau sein kann. Dieser Mensch wird nur dann an das Negative glauben, nachdem unwiderlegbar der Tatbestand des Negativen bewiesen ist. Der psychisch kranke Mensch hingegen zeigt auf besondere Weise die Neigung, beliebiger negativer Information über irgendeinen Menschen, die nicht durch reale Tatsachen begründet ist, völlig zu vertrauen, weil er das ungesunde Bedürfnis verspürt, die Schuldigen unter denjenigen zu bestimmen, mit denen er nicht durch ein egoistisches Interesse verbunden ist!“
Vissarion im Internet am 23.09.2016 „Über die Äußerung der Empörung