Helfen – aber wie?

Helfen ist eine große Kunst, denn Hilfe kann unter Umständen die Bequemlichkeit dessen stärken, der nicht selbst alle Kräfte aufgewendet hat, um sein Ziel zu erreichen
„Hilfe zu leisten – das ist eine sehr gefährliche und große Kunst, und man muss sie sehr vorsichtig ausführen. Das Wichtigste ist – dass der Mensch alle Anstrengungen unternimmt. Und dann, wenn ihm etwas nicht ausreicht, könnt ihr vorsichtig etwas hinzufügen. Dann wird das eine Hilfe sein.
Wenn ihr seht oder fühlt, dass dieser Mensch etwas benötigt – muss man ihm geben, einfach geben, wenn ihr das für ihn Notwendige besitzt.“

Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 6, Kap. 35, Vers 28ff.

„Hilfe hat nicht immer eine wohltuende Wirkung. Eine wohltuende Wirkung hat Hilfe nur bei Leuten, die Werke vollbringen wollen und sie beginnen, aber Hilfe benötigen. Wenn man einem Menschen hilft, der etwas zu schaffen wünscht, aber nichts dazu tut, so kann diese Wohltat in der Seele jenes Menschen nur den Nährboden zum wilden Sprießen von Faulheit und ähnlichem Unkraut bereiten.
Etwas anderes ist es bei Menschen, die nicht in der Lage sind, das gewünschte Werk zu beginnen.“

Letztes Testament: Gebote, Vers 11

„Wahrlich, Ich sage euch: Eine wohltätige Hilfestellung zu leisten ist eine enorme Kunst, die die Menschheit erst noch erlernen muss.
Denn das Wesen der Hilfe unterstützt nicht unbedingt dabei, sich zu erheben, sondern sie kann auch zum Fall verhelfen. Und all das ist möglich aufgrund ein und desselben wohlwollenden Wunsches.“

Letztes Testament: Buch der Ansprachen, Kap. 23, Vers 3ff.

„Um die wahre Hilfe zu erkennen, muss der Mensch zuallererst auf seine Bewegung zum Licht achten, denn die echte Freude ist im Wesen der Bewegung versteckt, und nicht darin, womit du dich bewegst.
Und wenn man jemandem, der sich fortbewegt, Hilfestellung leistet, der sie aber nicht besonders benötigt, so lässt dadurch seine Konzentration auf diese Arbeit nach.
Mit der Zeit wird er immer öfter auf mögliche Hilfe hoffen, anstatt auf die Taten seiner Hände zu blicken. Dieser Weg endet damit, dass der Unglückliche irgendwann einmal nur noch über das sprechen wird, was ihm zusteht, die Lust zur Arbeit aber wird vergessen sein.
Erkennt würdig die rechtschaffene Arbeit! Auf dass der Gottesfunke in euch nicht verglimme! „

Letztes Testament: Buch der Ansprachen, Kap. 23, Vers 32ff.

„Hilfe – das ist nicht die Fähigkeit, dem Menschen den Kopf zu streicheln und ihn dabei immer mehr in den Sumpf zu drücken. Hilfe ist die Fähigkeit, Bedingungen für die Entwicklung seiner Seele zu schaffen!“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 3, Kap. 10, Vers 12ff.

„Hilf dem Nächsten so, dass er die Notwendigkeit der eigenen Arbeit begreift.“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 3, Kap. 10, Vers 50.

„Indem ihr einem Kommenden Hilfe leistet, macht ihr ihn schwächer, und eines Tages müsst ihr ihn auf den Arm nehmen und tragen. Zuviel Hilfe – ist eine Versuchung zum Fall.“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 5, Kap. 8, Vers 10

„Es ist unmöglich, das Schicksal eines anderen Menschen ohne seine eigenen Anstrengungen zu verändern, ihr könnt ihm nur behilflich sein. Doch wie helfen? Je rechtschaffener ihr neben ihm lebt, umso mehr Hilfe leistet ihr ihm. Eine andere Hilfe gibt es nicht.“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 6, Kap. 7, Vers 191ff.

Unbemerkt helfen
„Tue unermesslich Gutes! Hilf auch jenen, die dich nachher verletzen können.
Denkt daran! Der Mensch lebt nicht, um zu nehmen, sondern um zu geben. Nur dies formt und reinigt die Seele.
Sei bestrebt, unbemerkt zu helfen, um der Eitelkeit keinen Tribut zu zollen und um den Hilfebedürftigen nicht in Verlegenheit zu bringen.
Hilfeleistung verliert sofort ihren wahren Wert schon beim ersten Erinnern an sie, wonach sie sich in ein Pfand verwandelt.“

Letztes Testament: Gebote, Vers 11

Die wirkungsvollste Hilfe ist das Gebet
„Denn das Gebet ist die beste Hilfe, die jeder benötigt und die niemandem schaden kann. Es stärkt die Seele des Menschen und lässt sein Bewusstsein unberührt, das in seiner Krankheit die Erscheinungen der Umwelt sehr verzerrt aufnimmt. Und ist die Seele dann also gestärkt, so wird der Mensch auch die richtigen Schritte unternehmen.“
Letztes Testament: Buch der Ansprachen, Kap. 23, Vers 17ff.


Vorsicht ist geboten, um nicht im Leid des Anderen zu versinken
„Um jemanden zu retten, der im Sumpf versinkt, muss man ihm die Hand vom Ufer aus reichen und nicht selbst mit den Füßen in diesen Sumpf steigen.“
Letztes Testament: Buch der Ansprachen, Kap. 23, Vers 23

Den Menschen helfen, ihr Herz zu verschenken
„Wahre Hilfe ist das Vermögen, seinem Nächsten die Möglichkeit zu geben, sein Herz den Umgebenden zu schenken.“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Teil 3, Kap. 16, Vers 32

Für den Nächsten leben
„Diejenigen, die wünschen, den Hindernissen aus dem Weg zu gehen, sollen wissen, dass die Entwicklung der Seele nur durch die Entwicklung anderer Seelen vonstatten geht.
Der Mensch lebt im Namen seiner Brüder und Schwestern, nicht in seinem Namen – so wurde es von eurem Vater vorgesehen. [/one_half]
Und wenn sich neben euch jemand befindet, der genau eurer Hilfe bedarf, so kann nur ein unglücklicher Mensch, der den Ruf des Himmlischen Vaters nicht beachtet und nur auf sein persönliches Wohl bedacht ist, sich von ihm abwenden. „

Letztes Testament: Buch der Ansprachen, Kapitel 30, Vers 28ff.