Mann und Frau


Das männliche und das weibliche Prinzip

Die Mann-Frau-Beziehung ist in unserer heutigen Gesellschaft ein heißes Eisen, an dem man sich leicht verbrennen kann. Zu sehr hängen die Vertreter des weiblichen Geschlechts an den vermeintlich großartigen Errungenschaften, die durch die Begriffe ‚Gleichberechtigung‘ und ‚Emanzipation‘ gekennzeichnet sind, Rechte, die über Jahrhunderte hinweg schmerzlich erarbeitet wurden.
Der Hintergrund dieser Entwicklung ist dabei mehr als verständlich. Haben nicht die Frauen tatsächlich über Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende, hinweg unter der Willkür patriarchalischer Tyrannen gelitten? Genannt seien hier als extremes Beispiel nur die Hexenverbrennungen. Aber auch im häuslichen Bereich wurde die Frau nicht immer nur verehrt, wurde vielmehr nur allzu oft als häusliches Arbeitstier gehalten, geschlagen und gedemütigt – auch im Bereich der intimen Beziehungen. Es ist nur allzu verständlich, dass ein Weg aus diesen unwürdigen Verhältnissen gefunden werden musste.
Die Emanzipation der Frau kann man demnach als eine historische Notwendigkeit ansehen, wobei auch verständlich ist, dass in der ersten Phase dieser Entwicklung ein unausgesprochener, aber tief verwurzelter Hass auf das Männliche unausbleiblich war.Nun gilt es, das Gleichgewicht wiederherzustellen, eine Atmospäre gegenseitigen Vertrauens, eine gegenseitige Wertschätzung aufzubauen.
Mann und Frau repräsentieren zwei unterschiedliche Prinzipien, die es gilt zu vereinen, zu einem Ganzen verschmelzen zu lassen. Das ist die geistige Aufgabe in einer Paarbeziehung. Ja, man kann sogar behaupten, dass das die Grundlage für einen fundierten Frieden unter den Menschen ist. Von der anderen Seite betrachtet könnte man sagen, dass Unfrieden in der Paarbeziehung – sowie auch jede andere Form des Unfriedens – eine Ursache für das Fortbestehen von Kriegen ist.

Harmonie zwischen männlichem und weiblichen Prinzip
„Worin aber besteht ein harmonisches Eheleben?
Und so vernehmt, dass es ein weibliches und ein männliches Wesen gibt. Die Natur ist die weibliche Quelle. Euer Gott ist die männliche Quelle. Der menschliche Körper gehört der Natur, der Geist – Gott.
Die Entwicklung des Körpers mit all seinen ihm eigenen Bedürfnissen geschieht unter dem Einfluss des Instinkts. Doch der Instinkt ist das Wesen der Natur, folglich sind die körperlichen Bedürfnisse dem weiblichen Prinzip eigen.
Die geistigen Bedürfnisse dagegen sind dem männlichen Prinzip eigen. Wenn der Mann sein Leben daran fesselt, die Befriedigung der körperlichen Begierden zu erreichen, so wird er sich in kurzer Zeit in eine wilde Ungereimtheit verwandeln, die dazu fähig ist, den Umgebenden Leiden zu bringen.
Eine Frau, die in die geistigen Höhen übergeht, verliert ihre Wesenheit.“
Letztes Testament: Grundlagenbuch, Kap. 7, Vers 59ff.

„Immer muss man sich vergegenwärtigen, dass in der Frau das Prinzip der Natur verborgen ist, weshalb ihr wahres Aufblühen nur mittels des Körpers und seiner Werte vonstatten geht, deren falsche Einschätzung zum Verwerfen des weiblichen Wesens führt und zur Disharmonie zwischen Mann und Frau.“
Letztes Testament: Buch der Ansprachen, Kap. 22, Vers 19ff.

„Einer der wesentliche Anteile an der Entwicklung der menschlichen Seele ist in der Formel enthalten: wenn das Männliche und das Weibliche ein Ganzes werden.“
Letztes Testament: Grundlagenbuch, Kap. 7, Vers 1.

Die drei Gipfel der Liebe
„Die Liebe ist ein Ausbruch harmonischer Gefühle. Sie entsteht, wenn die Seele so weit wie möglich geöffnet ist und ein gewisser Segen in sie einfließt.
Doch die gewaltige Kraft der Liebe besteht in der Dreieinigkeit.
Das sind die geistige, die verwandtschaftliche und die natürliche Liebe,
Die entsprechend Glaube, Hoffnung, Liebe bedeuten.
Der erste Gipfel, der von der jungen Menschheit erreicht werden muss, ist die Naturliebe. Sie entsteht nur zwischen Mann und Frau. Das ist eine egoistische Liebe, da sie nur zwischen zwei Menschen auftritt und nicht zwischen einer größeren Anzahl von Leuten entstehen kann.
Weiter auf dem Weg der jungen Familie kommen kleine Kinder zur Welt, und vor ihren Urhebern erscheint ein neuer Gipfel – der Gipfel der Verwandtschaftsliebe. Diese Liebe entsteht zwischen den Familienmitgliedern und hat bereits einen anderen Charakter.
Und weiterhin, nachdem er diese zwei Gipfel würdig überwunden hat, bewegt sich der Mensch auf den letzten zu. Die geistige Liebe ist der Gipfel der Ewigkeit. Diese Liebe entsteht zwischen einem Menschen und den umgebenden Menschen, der Tier- und der Pflanzenwelt. Je mehr du sie erreichst, desto umfassender kannst du die Umwelt in dein Herz aufnehmen.“
Letztes Testament: Grunlagenbuch, Kap. 7, Vers 44ff.

Naturliebe zwischen Mann und Frau
„Eines der natürlichen Prinzipien ist es, dass zwischen Mann und Frau die höchste Naturliebe entsteht.
Die Naturliebe begründet sich auf der Basis einer bestimmten Öffnung der Seele, der individuellen ästhetischen Auffassung und dem Harmonieren der körperlichen Befriedigung.
Wenn eine dieser drei Grundlagen fehlt, gelingt es der Naturliebe nicht, sich zu entfalten.
Der wahre Weg zur Vollkommenheit der menschlichen Seele führt über drei Gipfel: den Glauben, die Hoffnung und die Liebe, was der geistigen Liebe, der Verwandtschaftsliebe und der Naturliebe entspricht. Wenn die menschliche Seele einen dieser drei Gipfel nicht erreicht, wird sie die Vollkommenheit nicht erlangen. Doch jeder der drei Gipfel muss vollkommen eingenommen werden. Man darf sich nicht damit zufrieden geben, sie nur zu berühren. “

Letztes Testament: Ansprachen, Kapitel 30, Vers 16ff. 

„Familien, die entstanden sind aufgrund einer einseitigen Liebe oder eines falschen Liebesgefühls, was bei freundschaftlichen Beziehungen passieren kann, oder aus körperlicher Begierde, oder, was äußerst widerwärtig ist, aus der Suche nach Vorteilen, werden nie einen Schutzengel bilden können.
Eine Familie, die aufgrund körperlicher Wünsche geschaffen wurde, zerfällt, sobald das gegenseitige Begehren aufhört. Familien, geschaffen auf der Suche nach Vorteilen, zerfallen, wenn die Quelle der materiellen Werte versiegt.“

Letztes Testament: Grunlagenbuch, Kap. 7, Vers 31ff.

Der Sinn der Zeremonie der Hochzeit
„Das ist ein wichtiges Sakrament der feierlichen Übernahme der Verantwortung für das Leben seines Nächsten und im Weiteren, das Leben seiner Kinder. Wenn diese Zeremonie in den geistigen Traditionen vor dem Antlitz des einzigen lebenden Gottes ausgeführt wird, so geht ein wundervolles Sakrament vor sich. [/one_half]
Und wenn euer Herz zu sehen beginnt, so werdet ihr anfliegende Engel sehen, die mit lichttragendem Gewebe das Hochzeitspaar bedecken und sie mit Rosenblättern bestreuen. Und eine große Menge für den groben Blick unsichtbare Zeugen weilen eurer Feier bei.“

Letztes Testament: Treffen mit Vissarion, Teil 8, Frage 151

Die ideale Beziehung von Mann und Frau
„Die Frau hat das ständige Bedürfnis, die Mitglieder ihrer Familie mit materieller Nahrung zu befriedigen, Und gleichzeitig ist sie auch bestrebt, eine angenehme Umgebung für das Leben im Körper zu schaffen. Der Mann hat – im Wissen, dass die Frau bestrebt ist, seinen Körper mit Naturgaben zu sättigen – das ständige Bestreben, ihre Seele mit geistiger Nahrung zu versehen.
Wisset! Das gleichzeitige Bestreben nach materieller und geistiger Zufriedenstellung ist unmöglich, denn jede von ihnen stört ständig die Erreichung der anderen.Weshalb das Glück des Mannes und der Frau in ihrer Vereinigung besteht, wenn sie die Möglichkeit haben, sich gegenseitig die Bedürfnisse zu befriedigen.[/one_half]

Wenn die Frau keine geistige Nahrung bekommt; so beginnt ihr Bestreben zur Gemütlichkeit in der Familie abzukühlen, wonach sie ihre Hausarbeit wie etwas Langweiliges und Unangenehmes empfindet.
Fühlt der Mann in der Familie Kälte und ist sein Körper hungrig, so unterdrücken seine Instinkte die geistigen Quellen, was seinen Aufstieg zu den geistigen Höhen erschwert und sich sofort auf das Wohl der Familie auswirkt.“

Letztes Testament: Grundlagenbuch, Kap. 7, Vers 73.

Die intime Beziehung – eine gegenseitiges Geschenk
„Doch im intimen Verhältnis zwischen Mann und Frau, die sich lieben, gibt es auch das menschliche Bestreben, sich gegenseitig Freude zu bereiten, dem Nächsten Momente der Freude zu bringen. Und die Notwendigkeit dieser Augenblicke wird nicht nur von der Notwendigkeit, sein Geschlecht zu erhalten, bestimmt, sondern von dem Wunsch, sich gegenseitig zu verschenken.“
Letztes Testament: Vadims Berichte, Buch 6, Kap. 42, Vers 85ff.

„In seinem Eheleben soll der Mensch nur einen Auserwählten haben, denn die Naturliebe kann nur zwischen zweien entstehen, die einander verbunden sind.
Die Naturliebe ist eine der drei Schwestern der Mutter Vollkommenheit und entsteht zwischen einem Mann und einer Frau. Wer sich davon abwendet, sie zu erreichen, schließt das Tor der Vollkommenheit vor sich.
Wenn ein Mann danach trachtet, mehrere Ehefrauen zu besitzen, so kommt dadurch nur seine Schwäche gegenüber körperlichen Bedürfnissen ans Licht und die Unfähigkeit, Harmonie in der Naturliebe zu erlangen.“

Letztes Testament: Gebote, Vers 53

Die Gesetze des Zusammenlebens sind einem Wandel unterzogen

Des Findens eines Partners

„Das Verhältnis zwischen Mann und Frau, die ganzen Fragen, die mit der Schaffung einer Familie verbunden sind, werden im gegebenen Moment eures Lebens in dieser Epoche ungenau betrachtet.
All diese Fragen und ihre Lösungen gründen sich bis heute auf dem kurzzeitigen Dasein des Menschen auf der Erde.
Die Frage nach dem Auffinden seiner anderen Hälfte, die unausbleiblich bei euch aus der Angst entsteht, sie zu verpassen und zufällig das zu finden, was nicht euer ist – diese Sorge und Geschäftigkeit gründen auf einem: Ihr lebt vorerst noch nicht so, wie ihr leben sollt.
Euer Leben muss ewig sein. Jetzt lebt ihr nach den Gesetzen des endlichen Daseins. Und natürlich sind damit bestimmte Handlungen verbunden, die man als Gesetz fixieren muss für die jetzige Zeit.
Doch im Ganzen ist dieses Gesetz falsch, weil es mit einer anormalen Existenz des Menschen im Sein verbunden ist.
In Zukunft wird sich dieses Gesetz verändern. Und wenn ihr fähig seid, euch soweit zu verändern, wie es erforderlich ist, so teile Ich euch das nächste Gesetz auf diesem Gebiet mit. Doch euer Übergang auf die neue Stufe muss erst noch stattfinden. Das Gesetz wird ein anderes sein, denn wenn ihr ewig zu leben beginnt, werden eure Handlungen ganz andere Nuancen bekommen. Und dann wird sich dieses Gesetz für immer bestätigen.“

Letztes Testament: Vadims Berichte, Buch 6, Kap. 37, Vers 12ff.