Der Zustand der menschlichen Gesellschaft

Betrachtet man den Zustand der heutigen menschlichen Gesellschaft, so muss man ihre Herkunft verstehen. Dass sich der Körper des Menschen aus dem Tierreich entwickelt hat, ist meines Erachtens heutzutage größtenteils unbestritten. Der „Homo sapiens“, der vernunftbegabte Mensch, war einst die Spitze der Schöpfung.
Dieser vernunftbegabte Mensch jedoch bewahrte noch die hauptsächlichen animalischen instinktiven Eigenschaften in sich, die in der Tierwelt überlebensnotwendig sind, insbesondere das Recht des Stärkeren durch körperliche Überlegenheit und das damit verbundene Machtstreben, sowie das Betrachten eines Anderen der gleichen Art als möglichen Feind.
Diesem „Tiermenschen“ wurde nun dereinst eine Seele eingepflanzt, deren Eigenschaft den tierischen Instinkten gegenüberstand. Der Sinn dieses Ereignisses – dazu später.
Entscheidend ist zu erkennen, dass es die Menschheit bis zum heutigen Tage nicht geschafft hat, ihre tierischen Gewohnheiten abzulegen, weswegen Vissarion in einer Veröffentlichung im Februar 2020 von der vergangenen Epoche der Menschheit als der „Epoche des Raubtiers“ spricht.
Es ist wohl müßig, die einzelnen Attribute dieser unserer heutigen Gesellschaft zu benennen. Zu offensichtlich sind diese Qualitäten tagtäglich zu beobachten, mit unterschiedlicher Ausprägung und Intensität in nahezu jedem von uns.

Befriedigung egoistischer Bedürfnisse als Triebfeder der wissenschaftlich-technischen Entwicklung
02. Der Große Himmlische Vater sah, dass die junge Menschheit aus Unwissenheit über das Wesen ihrer Taten mit Überzeugung den Samen des globalen Egoismus pflanzte, der das Wesen des unvermeidlichen tragischen zukünftigen Werdeganges verkörperte.
03. Wonach natürlich eine Richtung in der Entwicklung gewählt wurde, deren charakteristische Besonderheit die wissenschaftlich-technischen Errungenschaften sind.
04. Doch während das für die Vertreter des beweglichen Verstandes im Weltall der einzige grundlegende Entwicklungsweg ist, wurde gerade für die Menschheit dagegen so ein Weg zur Sackgasse.
05. Um so mehr musste es unvermeidlich eine äußerst gefährliche Rolle spielen, dass der Mensch die Früchte der wissenschaftlich-technischen Errungenschaften unbedingt auf die Befriedigung der egoistischen Naturinstinktbedürfnisse richtet.
06. Doch in diesem Zusammenhang konnte man nichts tun, denn das war ein natürliches Resultat der Verflechtung der geistigen Besonderheiten der noch nicht zur notwendigen Kraft erstarkten Seele mit den Besonderheiten der Naturgesetze des Körpers.
07. Der Same wurde gepflanzt, und aus ihm reckte sich schnell ein verkrüppelter Baum empor mit zahlreichen giftigen, mit in der Schöpfung für niemanden notwendigen Früchten.
Die Letzte Hoffnung, Kap. 8, Verse 2-8

Das Laster des Strebens nach Bequemlichkeit
65. Denn der Mensch ist geneigt, im Bequemen das Gerechte zu erblicken.
66. Und findet ihr nicht gerade im Bequemen oft euer Leid?
67. Alles dem Menschen heute Bequeme steht im Gleichklang mit seinen Lastern und Schwächen.
68. Seid bis zum äußersten wachsam, wenn ihr das Bequeme antrefft!
69. Nicht eine der Kirchen kann stärker und besser werden, was für einen Umfang angehäufter Errungenschaften sie in der Vergangenheit auch haben mag.
70. So etwas ist nur für Museen gut.
71. Die Stärke der Kirche Gottes und ihre Güte hängt von den in den heutigen Tagen vollbrachten Taten ab.
72. Denn die Kirche Gottes zu bauen, sind vor allem die Lebenden berufen.
73. Und nur von den Lebenden hängt das Schicksal der Umgebenden ab.
74. Und nur Lebende können auf die umgebende Welt einwirken.
75. Also ist der Erfolg der eingeführten falschen Deutungen und Vorstellungen vollständig vom unüberwindbaren unbewussten und egoistischen Bestreben des Menschen selbst abhängig, alles in einem für seinen Egoismus bequemen Licht zu betrachten.
76. Das erlaubte, auf der Welle der inneren Anstrengungen des Menschen leicht zahlreiche falsche Deutungen und Begriffe einzuführen, soweit, dass das, was in der Lehre aufrühren konnte, völlig falsch gedeutet ist und dadurch eine scheinbare Beruhigung erzeugt.
77. Wonach der sich gläubig Nennende nicht mehr das Bedürfnis verspürt, sich von der gegenwärtigen Lebenstätigkeit weg in Richtung der Lehre zu wenden, denn durch alle möglichen Deutungen wurde das Wesen der Lehre so verändert, dass es nun bereits gelang, die Lehre selbst der gegenwärtigen Lebensordnung anzupassen,
78. Wobei man sie zu etwas Bequemen, Zusätzlichem zum eigenen Leben gemacht hat und dabei weiterhin heuchlerisch seinen Glauben als das Wichtigste im Leben deklariert, mit Lüge sein Gewissen beruhigend.
Die Letzte Hoffnung, Kap. 13, Verse 65-78

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