Letzte Hoffnung – Kapitel 2

001. Ohne in diesem Appell auf zahlreiche Einzelheiten einzugehen, denn das ist ein nächster Schritt, berühre ich kurz eine Reihe von grundlegenden Besonderheiten, um euch die Richtung zu geben.
002. Alles andere wird vor allem von eurer Wahl bestimmt, die dem Gesetz nach ewig frei ist.
003. Die Lebenstätigkeit der materiellen Organismen, sowohl der pflanzlichen und tierischen Welten, als auch eures materiellen Körpers, gründet auf der Dreieinigkeit der Instinkte: Selbsterhaltung, Selbstversorgung und Fortpflanzung.
004. Um diese Gesichtspunkte unter einer bestimmten lebenswichtigen Kontrolle zu halten, benötigen lebende Organismen unbedingt ein Bewusstsein.
005. Wobei das Bewusstsein den Bedürfnissen entsprechend je verschieden komplex sein kann.
006. Bei den Vertretern der Pflanzenwelt tritt das Bewusstsein auf einem sehr einfachen und primitiven Niveau in Erscheinung.
007. Abhängig davon, dass sich die Pflanzen auf der Suche nach günstigen Bedingungen zur Befriedigung der Instinkte nicht regelmäßig fortbewegen müssen, ist ihr Bewusstsein nicht in irgendeinem Punkt an einer bestimmten Stelle des materiellen Körpers konzentriert.
008. Das Bewusstsein der Pflanzen existiert als ein Energiefeld, das den einen oder anderen Organismus umgibt und in Verbindung mit bestimmten Informationen von Wurzel-, Stängel-, Blattzellen und so weiter, sowie mit identischen Feldern benachbarter Pflanzen wirksam ist.
009. Bei den Vertretern der Tierwelt geht die Lebenstätigkeit unter schwierigeren Bedingungen vonstatten.
010. Denn zur Befriedigung ihrer Instinkte gibt es die günstigen Bedingungen nicht immer in ihrer Nähe.
011. Bei der Suche nach solchen Bedingungen sind alle möglichen Fortbewegungen erforderlich, um die eintreffende Information durch die natürlichen Gefühlsbesonderheiten tiefer wahrzunehmen.
012. Damit ein derartiges Erfassenen der eintreffenden Information möglichst harmonisch geschehen kann, wurde das Bewusstsein auf besondere Art im Kopf des Tieres konzentriert.
013. Euer natürlicher Körper unterscheidet sich vom Organismus eines Tieres im eigentlichen Sinne nicht, doch im Unterschied zum Tier erreichte euer Körper eine viel komplexere Vielfalt an Fähigkeiten; und das, was in eurem Kopf aufbewahrt wird, sind wahrhaftig wunderbare Gaben,
014. Diese richtig anwenden zu lernen, wurde für euch zur schwierigsten Aufgabe.
015. Doch zur größeren Klarheit muss man die Ähnlichkeit der Besonderheiten eures materiellen Körpers mit denen des Tierkörpers noch etwas näher betrachten.
016. Euer Körper, wie auch der Körper eines Tieres, ist von einem eigenen Kraftfeld umhüllt, ähnlich wie auch die Pflanze umhüllt ist, nur dass diese Felder dem Wesen nach verschieden sind.
017. Denn bei der Pflanze – handelt es sich dabei um ein feldbezogenes Bewusstsein, bei euren physischen Körpern und denen der Tiere aber – handelt es sich um feine Gefühlsbesonderheiten, die nur Informationen eurer charakteristischen Beschaffenheiten beinhalten,
018. Mit Hilfe derer ihr die große Vielfalt ähnlicher Felder der gesamten physischen Welt berührt, die euch entsprechend der Begrenzung der Reichweite eures Feldes umgibt.
019. Und je entwickelter das Feld ist, umso mehr Möglichkeiten gibt es, die umgebende Realität wahrzunehmen, sie im Bewusstsein einzuprägen und mit dem Verstand, über den ihr im Moment verfügt, zu erfassen.
020. Diese Felder umhüllen euren Körper in mehrfacher Vielfalt, und eben in diesen energetischen Besonderheiten sollte man das Geheimnis der Naturintuition suchen,
021. Einem Wissen, das in euch vorhanden ist, doch nicht mit eurem Verstand in Zusammenhang steht.
022. Denn den größten Teil dieses Wissens erlangt euer Körper bereits, bevor der junge Verstand eines geborenen Körpers sich zu entwickeln beginnt, indem er die eintreffende Information grober Berührung des Kindesorganismus mit der umgebenden Realität durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und weiterer Berührungen mit verschiedenen Körperteilen unmittelbar erfasst.
023. Im Laufe eures Lebens müsst ihr von Zeit zu Zeit des öfteren erstaunt erfahren, dass die für eure Augen sichtbare umgebende Realität viel reicher ist als das, was euch gut bekannt erschien.
024. Und gerade eure kleinen Körperzellen wissen nicht wenig über diesen Reichtum.
025. Doch ihr habt noch nicht gelernt, mit ihnen zu reden, sonst könnten sie euch über die vom Schöpfer geschaffene große Welt eben nicht wenig erzählen.
026. Eure Körperzellen kennen alle Gesetze, die sie umgeben, unabhängig davon, ob euer Bewusstsein diese Gesetze registriert oder nicht.
027. Deshalb könnt ihr, sobald das Zellinformationsfeld ein aktives Wirken des einen oder anderen äußeren Gesetzes erlebt, ein vages Verständnis von etwas Bekanntem empfinden.
028. Auch wenn das sich formende Bewusstsein solche Erscheinungsformen noch nicht registriert hat und die notwendigen Bilder noch nicht besitzt, um irgendeine Schlussfolgerung zu ziehen.
029. Neben dem Auftreten der Gesetzmäßigkeiten der Naturintuition besitzt ihr, als einzige Wesen in der Schöpfung, auch noch Erscheinungsformen einer einzigartigen geistigen Intuition.
030. Doch das sind bereits Erscheinungsformen von Gesetzmäßigkeiten einer anderen Art.
031. Die Energiefelder, die euren Naturkörper und den Körper der Tiere, wenn auch nicht in einheitlicher Menge und Vielfalt, umhüllen, tragen in sich noch eine weitere Besonderheit, die (diese Felder, Anm.d.Übers.) nach dem Tod des Körpers innerhalb einer bestimmten Zeitspanne durch eine genaue Kopie von ihm aufrecht erhalten werden.
032. Man kann sie mit Recht Doppelgänger nennen, allerdings mit bereits verlorengegangenen Entwicklungsmöglichkeiten.
033. Diese weiterexistierenden Felder beinhalten nicht nur die gesamte Information aller Körperzellen, sondern halten auch das Bewusstsein von jeder Information, die während des Lebens im materiellen Körper angehäuft wurde, in energetischer Form aufrecht.
034. Danach beginnt die Periode des Zerfalls der Kraftkonturen, die etliche Tage andauert, wonach die ganze Information, die mit dem ehemaligen Organismus verbunden war, in die allgemeine Information eingeht, aufbewahrt von der mächtigeren Kraft der Mutter-Erde.
035. Die Besonderheiten der Gesetze der Materie, die ich jetzt erwähne, sind nicht nur für euren Körper und den Körper der Tiere charakteristisch, sondern genauso für jeden Vertreter der außerirdischen Welt, unabhängig vom Niveau seiner Entwicklung.
036. Denn ihrem Wesen nach sind diese Gesetze im ganzen Weltall einheitlich.
037. Außer dass die Vertreter des außerirdischen Verstandes, die sich auf höheren Entwicklungsstufen im Gesetzesfluss von Materie und Verstand befinden und, indem sie eine bestimmte Einwirkung auf die materiellen Energiehüllen benutzen, fähig sind, die Lebenstätigkeit des festen Körpers auf sehr große Zeitintervalle zu verlängern;
038. Was über hunderttausend Erdenjahre hinausgehen kann.
039. Aber dennoch kommt das Ende dieses Lebens, wonach im Gedächtnis jenes Planeten, auf dem das Leben beendet wurde, nur noch die angehäufte Information des einen oder anderen lebenden Organismus zurückbleibt.
040. Solche Besonderheiten der materiellen Gesetze reinkarnieren niemals in einen neugeborenen festen Körper, denn jeder neugeborene Körper hat selbstverständlich bereits seine ähnliche Besonderheit, untrennbar verbunden mit der Formung des neuen Organismus, der auf der Basis des Zellniveaus bei der Empfängnis gebildet wird.
041. Die Möglichkeit zur Reinkarnation kann nur ein Etwas haben, das eine eigene Individualität besitzt, die nicht grundlegend mit der Entstehung eines materiellen Körpers verbunden ist und die auf keinen Fall eine der im Universum existierende Bewusstseinsformen besitzen darf;
042. Denn die Vereinigung zweier verschiedener Bewusstseinsformen in einem Organismus ist niemals harmonisch, weil sie unvermeidlich zur Unterdrückung der einen durch die andere Form führt.
043. In der Schöpfung des materiellen Daseins aber werden niemals Organismen geboren, die nicht die eine oder andere Bewusstseinsform haben.
044. Für die Harmonie der materiellen Welt sind die Gesetzmäßigkeiten der Reinkarnation absolut nicht erforderlich, und deshalb wurden sie vom Schöpfer des materiellen Daseins ursprünglich in keinerlei natürlichen Erscheinungsformen der materiellen Gesetze vorgesehen.
045. Neben den genannten Gesetzen existieren im Weltall zwei qualitativ verschiedene Bewusstseinsformen: das planetarische Bewusstsein und das Bewusstsein jener, die auf dem Planeten geboren werden und sich dort entfalten.
046. Dabei gibt es unter den auf einem Planeten Geborenen entweder eine der Erscheinungsformen des Verstandes, oder zwei: die gewöhnliche Entwicklungsform und die bewegliche.
047. Euer materieller Körper und alle euch ähnlichen Wesen außerirdischer Welten besitzen einen beweglichen Verstand, und zu der anderen Form der Verstandesentwicklung gehören alle Vertreter der Tierwelt.
048. Für den beweglichen Verstand ist charakteristisch, dass seine Tätigkeiten bei weitem nicht an die Lebenstätigkeit des materiellen Körpers, dem er zugehört, gebunden ist.
049. Seine Fähigkeiten brauchen nicht durch die begrenzte Ausrichtung auf das Finden der rationellsten Wege, die Instinkte zu befriedigen, eingeengt sein.
050. Der bewegliche Verstand nimmt die umgebende Realität wahr und ist bestrebt, sie nicht nur im Zusammenhang mit der Lebenstätigkeit des materiellen Körpers seines Trägers zu erkennen, sondern auch außerhalb jeglichen Zusammenhangs damit,
051. Wobei er oft bestrebt ist, für das Körperleben praktisch Nutzloses zu erfassen, indem er die Wirkung des Gesetzes der Selbsterhaltung in Form von Signalen bei einer wahrscheinlichen Gefahr überwindet.
052. Tiere vollziehen einen ähnlichen Schritt, allerdings überwinden sie ein Gefahrensignal nur bei äußerster Dringlichkeit der einen oder anderen Instinktbefriedigung.
053. Die lebendigen Organismen des Weltalls sind auf zwei je eigenen Grundlagen aufgebaut: den Gefühlsbesonderheiten und den Besonderheiten des Denkens.
054. Die Gefühlsbesonderheiten der Tierwelt – sowohl die groben, was den direkten Kontakt des Körpers mit festen Objekten der umgebenden Welt angeht, als auch die feinen, die mit den energetischen Erscheinungsformen eben derselben Umgebung in Berührung kommen – sind zum Erkennen der umgebenden Realität mit dem Ziel bestimmt, in ihr das herauszufinden, was den Instinktruf zu befriedigen vermag.
055. Das Denken hilft in diesem Fall, sich entweder auf das genaueste dem Gesuchten zu nähern, oder sich möglichst sicher vom Unerwünschten zu entfernen.
056. Die Gefühlsbesonderheiten der Vertreter des beweglichen Verstandes sind zahlreicher und vielfältiger, was erlaubt, die umgebende Realität umfassender wahrzunehmen.
057. Aber die Verstandesbesonderheiten besitzen die größten Möglichkeiten beim Einschätzen der umgebenden Realität, was erlaubt, alle Gesetze der materiellen Welt genauestens zu erkennen.
058. Im weiteren muss man die Erscheinungsformen einiger charakteristischer Besonderheiten beachten, die allen Vertretern des beweglichen Verstandes im Weltall eigen sind, unabhängig vom Erscheinen jener Besonderheiten, die einst in der Schöpfung für alle unerwartet durch euch auftraten.
059. Und sie wurden zu charakteristischen Erscheinungsformen, die nur euch eigen sind.
060. Nicht eine der Gefühlsbesonderheiten, wie zum Beispiel das euch bekannte Seine-Augen-Weiden beim Wahrnehmen der umgebenden Realität, werden bei den Vertretern des außerirdischen beweglichen Verstandes je wirksam.
061. All diese Besonderheiten sind mittels künstlicher Anstrengung allein dem Dienst des Gesetzes der Verstandes-Entwicklung unterstellt.
062. Im Anfangsstadium der Entwicklung sowohl des jungen Organismus einer einzelnen Individualität als auch der jungen Zivilisation insgesamt, wenn der junge Verstand gerade erst beginnt, sich mit der umgebenden Realität vertraut zu machen, überwiegt im Organismus eines Vertreters des beweglichen Verstandes, ähnlich wie das bei den Tieren geschieht, die Stimme der Instinkte.
063. Wenn es auch im Unterschied zu den Tieren die Möglichkeit gibt, an deren notwendige Befriedigung wesentlich bequemer und rationeller heranzukommen.
064. Unter der Einwirkung ursprünglich vorgesehener Gesetzmäßigkeiten beginnt sich dann im Laufe der Zeit die Aufmerksamkeit auf natürliche Weise den Früchten des Verstandeswirkens zuzuwenden.
065. Danach vollzieht sich das endgültige Bewusstwerden des Hauptzieles der Existenz gerade im Tätigsein auf dem Weg der Verstandesentwicklung.
066. Ab einer bestimmten Entwicklungsstufe bis zum Ende der Lebenstätigkeit der materiellen Grundlage wird der Instinktbefriedigung die geringste und streng abgemessene Aufmerksamkeit zugewendet.
067. Bei äußerster lebenswichtiger Notwendigkeit tritt sie als Arbeitsanstrengung auf.
068. Dabei werden alle emotionalen Erscheinungsformen ebenfalls künstlich auf äußerst schwache Schwingungen gebracht.
069. Denn nach dem Entwicklungsgesetz des Verstandes schafft die Anwesenheit starker emotionaler Besonderheiten immer Anhänglichkeiten und Feindseligkeiten, was die rationelle Lebenstätigkeit stört, und nicht erlaubt, dass sich die stabilen Gesetzmäßigkeiten einer geradlinigen Entwicklung offenbaren,
070. Ebenfalls schafft sie (d.Anwesenheit starker emotionaler Besonderheiten, Anm.d.Übers.) unvermeidlich äußerst gefährliche Bedingungen während der Existenz jener, die sehr große technische und energetische Fähigkeiten besitzen.
071. Alle übrigen Gefühlsbesonderheiten werden sich entwickeln,
072. Und mit ihrer Hilfe kann der Verstand in die Gesetze des materiellen Daseins, sie erkennend, tiefgreifender eindringen.
073. Das ständige Streben nach Erkenntnis erfolgt aufgrund des Hauptantriebes in der Verstandesentwicklung: der Neugier.
074. Sie gibt dem Verstand unaufhörlich den Anstoß zu logischem Überdenken alles Unbekannten, das auf dem vom Organismus verfolgten Weg angetroffen wird.
075. Grenzen für eine solche Erkenntnis in die `Tiefe´ können nur jene Grenzen sein, die vom Schöpfer des materiellen Daseins aufgestellt wurden, und die Erkenntnis in die `Breite´ ist nur durch die Grenzen der Schöpfung selbst eingeschränkt.
076. Eine solche Erkenntnis geschieht nicht nur um der Erkenntnis willen, denn in Abhängigkeit von einigen elementaren Gesetzen wird einst auf dem Weg des Erkennens unbedingt die bewusste Notwendigkeit erscheinen, sich auf energetisch-technischem Niveau in den Prozess der einen oder anderen sich entfaltenden Ereignisse, sowohl zum Wohle der eigenen Zivilisation als auch zum Wohle einer anderen, einzuschalten.
077. Wobei das Kriterium für das Wohl zu gegebener Zeit von den Möglichkeiten des Verstandes und von den existierenden allgemein anerkannten Gesetzen, die bereits aufgestellt wurden, bestimmt wird.
078. Eine charakteristische Besonderheit in der Lebenstätigkeit solcher Zivilisationen, die ein normales Entwicklungsniveau erreicht haben, ist die Fähigkeit, bei beliebiger benötigter Menge ausgewählter Vertreter irgendeiner Zivilisation immer schnell die einzige und rationellste Lösung in lebenswichtigen Fragen zu finden,
079. Demzufolge wenden alle Vertreter dieser Zivilisation ohne Ausnahme widerspruchslos den einen gefundenen Lösungsschritt an.
080. Doch keineswegs deshalb, weil alle übrigen Vertreter einer solchen Gesellschaft streng abgerichtet wären, sich widerspruchslos der gefundenen Lösung einer kleinen Elitegruppe zu unterwerfen,
081. Vielmehr hat jeder Vertreter all dieser Zivilisationen die völlige Freiheit der Wahl, und keiner von ihnen wagt es, dieses Gesetz des Weltalls zu übertreten.
082. Für die Lösung der einen oder anderen der entstehenden Fragen werden für die
Zusammensetzung des Rates zu einem gegenwärtigen Moment jene bestimmt, die die Fähigsten sind, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen, und dies wiederum zu einem gegebenen gegenwärtigen Zeitpunkt.
083. Dabei gilt als Grundlage zur Bestimmung der größten Befähigung die tatsächliche höchste Kompetenz und nicht primitive Handlungen, die mit der Qualität durchgeführter Wahlkampagnen zusammenhängen.
084. Gegenüber dem gebildeten Rat verhalten sich die restlichen Vertreter der Zivilisation in vollem bewussten Verständnis dessen, dass der Rat fähig ist, die jeweils wirklich vernünftigste Lösung zu finden.
085. Und keiner macht den Schritt anders, allein schon aus dem Bewusstsein heraus, dass ein solcher schlechter sein würde.
086. Also bewegt sich die Entwicklung einer Zivilisation immer geradlinig und schwankt nicht von einer Seite zur anderen, so wie wenn jede kleine einzelne Gruppe einer Zivilisation nach ihrem Ermessen einen eigenständigen Schritt tun würde.
087. Mit dieser kurzen Beleuchtung einiger Gesetzmäßigkeiten in der Entwicklung der Verstandes-Vertreter der materiellen Welt, wovon heutzutage eine große Menge verschiedener Zivilisationen in verschiedenen Entwicklungsstadien existieren, habe ich den natürlichen Weg der Entfaltung aufgezeigt, den die junge Zivilisation auf der Mutter-Erde unvermeidlich gegangen wäre, wenn ihr euch nicht nach dem Willen des Himmlischen Vaters, des Lebendigen und Einzigen Gottes, indem ihr diese Körper bekommen habt, in einem wunderbaren Sakrament vereint und euch als Menschengeschlecht offenbart hättet.
088. Das euch allen bekannte Bild vom Baum, der auf der Erde wächst, ist sehr gut geeignet zur bildlichen Beschreibung vieler Gesetze.
089. Ebenso kann auch das Entwicklungsgesetz des Verstandes im materiellen Weltall mit einem Baum verglichen werden, wo es eine Wurzel gibt, einen Stamm, die ersten dicken Äste, die vom Stamm abzweigen und die, je dünner sie werden, an Zahl umso mehr zunehmen.
090. Und all das ist schließlich übersät von einer unendlichen Anzahl sich in ihrer Vielfalt untereinander nicht wiederholender Blätter.
091. Und mit welch einer wunderlichen Vielfalt sich die Blätter und Zweige der materiellen Welt des Verstandes auch unterscheiden, sie alle basieren auf einem gemeinsamen Gesetz der Wurzel, aus der ein einziger mächtiger Stamm ausgeht.
092. Um eure noch natürliche Neigung wissend, dass ihr den Grundbaustein in der Krone des Baumes unter den rauschenden Blättern sucht, die sich unaufhörlich von der eigenwilligen Atmung der Ströme bewegen, habe ich den Stamm und die Wurzeln dessen, was man erfahren muss, kurz berührt.
093. Und um weiter ebenso kurz mit dem Licht der Wahrheit Wurzeln und Stamm, jetzt aber auch euer Leben, weiter zu berühren, muss man noch eine Seite aus dem Leben der Vertreter des beweglichen Verstandes im Weltall streifen.
094.Denn, einen materiellen Körper bekommend, wurdet ihr in gewisser Weise zu den jüngeren Verstandes-Brüdern jener zahlreichen und vielfältigen Zivilisationen, die das Weltall füllen und die viel älter sind als ihr und, was den Verstand betrifft, viel weiter entwickelt.
095. Die Besonderheit eines solchen Entwicklungsgesetzes prägte unvermeidlich ihren Stempel auf euren originellen Entwicklungsweg, der nach seinem eigenen Gesetz einen grundlegenden Unterschied aufweist.
096. Und deshalb ist das richtige Verständnis aller Gesetzmäßigkeiten, die zum unabdingbaren Teil eures Erblühens geworden sind, eine lebenswichtige Notwendigkeit.
097. Die Seite, die im Vorübergehen beleuchtet werden muss, betrifft das bewusste Verständnis, das die Verstandeswelt von der Wahrheit des Schöpfers des materiellen Daseins hat;
098. Eben ein bewusstes Verständnis, nicht Glauben oder Vertrauen,
099. Denn diese Gesetzmäßigkeiten sind dem Entwicklungsgesetz des Verstandes nicht eigen.
100. Das Entwicklungsgesetz des Verstandes beruht vor allem auf der Festlegung der in der umgebenden Realität praktisch aufgetretenen Erscheinungsformen der einen oder anderen Art, weiterhin auf der logischen Wesenserfassung dieser Erscheinungsformen, und auf den Gesetzen ihres wechselseitigen Zusammenhanges mit allen Erscheinungsformen, die bereits früher festgelegt und vorläufig erfasst wurden.
101. Dann wird eine solche Information in den Gedächtnisspeicher übertragen, wodurch weitere Kenntnisse angehäuft werden.
102. Eine Information, die nachgearbeitet werden muss, wartet auf die Stunde, wo eine erneut aufgetretene weitere Realitätsbesonderheit etwas bisher noch Fehlendes für ein umfassenderes und tiefgreifenderes Verstehen der bereits gespeicherten Information, die sich im Laufe der Zeit immer mehr in exaktes Wissen verwandelt, hinzufügen kann.
103. Ein junger Verstand eines geborenen materiellen Körpers beginnt seine Lebenstätigkeit mit ungeordneter Fixierung und Anhäufung von Fakten geschehender Realität, soweit der junge Organismus in der Lage ist, sie wahrzunehmen.
104. Im weiteren werden Gesetzmäßigkeiten bemerkt, die die Erscheinungen miteinander verbinden, sowie deren gegenseitigen Einfluss aufeinander, und auf diese Weise werden die Gesetze der materiellen Welt immer tiefgreifender und weitgehender erfasst.
105. Das Erfassen geht am Anfang jedoch unsystematisch vor sich, doch im Laufe der Zeit werden diese Handlungen in völlige Entsprechung mit den Gesetzen der Logik gebracht: eines genau organisierten, kalten, rationalen Denkens.
106. Die Erwähnung des Wortes `kalt´ meint eine Denktätigkeit vor dem Hintergrund eines absolut neutralen inneren Gefühlsverhältnisses gegenüber den fixierten Erscheinungen geschehender Realität.
107. Die umfangreiche und vielfältige Welt des Verstandes im Weltall weiß ausgezeichnet über die Existenz des Großen Schöpfers des materiellen Daseins bescheid und viel über die Gesetze, denen ER die Möglichkeit gab zu existieren.
108. Wenn verschiedene Zivilisationen miteinander kommunizieren, so trifft man bei der Erwähnung des Schöpfers oft auf den Terminus – der Alleinige.
109. Denn ER ist für sie wahrlich der eine Schöpfer, von Dessen Gesetzen ihre Existenz vollkommen abhängt.
110. Die Welt des Verstandes im Weltall weiß nicht, was Verneigung vor dem Schöpfer ist, doch ganz sicher weiß sie von der Notwendigkeit, alle Gesetze, mit denen man während der gesamten Lebenstätigkeit in Berührung kommt, vollständig zu befolgen.
111. Dabei handelt es sich hier um eine charakteristische Besonderheit des Verstandes, dass, als einmal diese Notwendigkeit erkannt wurde, niemand niemals auch nur den kleinsten Versuch unternimmt, diese Gesetze zu brechen.
112. Und das ist im Grunde das Kriterium für Vernunft.
113. Gesetze existieren nicht, damit man ihnen gegenüber irgendein Verhältnis ausdrückt, sondern einzig dazu, dass man sie befolgt.
114. Der Alleinige erschuf die Welt des materiellen Daseins, in deren Wesen die ganze zahllose Vielfalt aller Gesetze in einer eigenen Harmonie verflochten ist.
115. Wobei Harmonie der Ausdruck von Entwicklungsinformation ist.
116. Und nimmt man euren Körper, so wissen viele von euch, dass er aus einer großen Menge kleiner Teilchen besteht.
117. Alle Teilchen, Entwicklungsinformation besitzend, werden durch eine Kraft aufrechterhalten, die sie fest in einer bestimmten Ordnung, entsprechend der ihnen innewohnenden Information, zusammenhält.
118. Wenn euer Organismus damit beginnt, Anstrengungen zu unternehmen, die der Bewegung der sich entwickelnden Harmonie entgegenwirken, so beginnt unvermeidlich in den kleinen Teilchen eine naturgemäße Auslöschung von Entwicklungsinformation.
119. Das schwächt die Kraft, die die Teilchen zusammenhält, und sie beginnen zu zerfallen.
120. Zur gleichen Zeit beginnen in eurem Körper bestimmte Störungen aufzutreten, die sich in dem Bestreben des festen Körpers zeigen, nämlich in kleine Bestandteile zu zerfallen, das heißt – zu Staub,
121. Der seinerseits in einen freien Energiezustand übergeht, dem die Information zur Verdichtung entzogen ist.
122. Derartige Erscheinungsformen, die ihr vorerst noch ständig in eurem Körper mangels richtiger Anstrengungen erleidet, sind Erscheinungsformen des Gesetzes des Zerfalls und keineswegs ein Ausdruck irgendeines Zorns oder von Unzufriedenheit seitens des Großen Schöpfers des materiellen Daseins;
123. Darüber entstand im primitiven Bewusstsein des Menschen, der sich zu entwickeln begann, ein falsches Verständnis.
124. Denn der Ausdruck von Zorn oder irgendeiner anderen Emotion ist Ausdruck eines eigenen Verhältnisses zu etwas, das im Grunde der Wahrheit des Daseins des Alleinigen absolut nicht eigen ist.
125. Allein in der Lebenstätigkeit der Tierwelt sowie in den Anfangsetappen der Entwicklung junger Zivilisationen von Trägern des beweglichen Verstandes ist gemäß den ursprünglichen Entwicklungsgesetzen der materiellen Welt vorgesehen, dass emotionale Erscheinungsformen eine lebenswichtige Rolle spielen.
126. Vertreter des Weltallverstandes unternehmen niemals Anstrengungen, zu dem Alleinigen etwa so eine Beziehung aufzubauen, wie es der Mensch in seiner großen Unwissenheit immer noch zu tun bestrebt ist.
127. Denn die Verstandeswelt ist sich der Absurdität einer solchen Anstrengung gut bewusst, der zufolge man selbstverständlich seitens des Schöpfers des Universums bestimmte Anstrengungen erwarten würde, die dem Gesetz der Harmonie, worauf sich das ganze Dasein dank der ureigenen Anstrengungen des Schöpfers gründet, widersprechen würden.
128. Alles, was der Große Schöpfer des materiellen Daseins auszudrücken wünscht, nimmt irgendeine Form der materiellen Schöpfungsgesetze an, sowohl als fester Körper als auch als Energie.
129. Möchtest du ein Wort des Alleinigen hören – so schau auf einen Stein.
130. Dürstet dich danach, einer Erzählung zu lauschen – so blicke auf einen Gebirgskamm.
131. Möchtest du den Sinn der Aussage verstehen – so schau genau in das Wesen der Gesetze, verborgen in den Gebirgsketten.
132. Und alle Gesetze der gesamten materiellen Welt erzählt der Alleinige unermüdlich allen unter gleichen Bedingungen weiterhin.
133. Niemandem ist es verboten, derartigem Wort des Schöpfers des materiellen Daseins zu lauschen.
134. Das Wesen des Alleinigen hat keine sich schnell verändernden Besonderheiten.
135. Sein gleichmäßiger Atem strahlt in alle Richtungen die gleichen Lebenskraftströme aus, dank derer die Harmonie ewig zu erblühen berufen ist.
136. Die ganze materielle Schöpfung, bis zu jedwedem kleinsten Teilchen, nimmt bebend die lebensspendende Kraft auf, und das Wohlbefinden des ganzen Daseins hängt vollkommen vom Zustand des Schöpfers dieses Daseins ab.
137. Wenn also der Alleinige von den falschen Schritten irgendeiner Handvoll Blütenstaub in der Schöpfung zu betrüben wäre, würde wahrlich das ganze Dasein zu weinen beginnen.
138. Und dann würde die Verantwortung für das Wohlbefinden der Schöpfung auf den Schultern dieser kleinen Handvoll Staub lasten.
139. Dieser Staub sollte sich nicht dazu erhöhen, die Verantwortung für das ganze Dasein der Schöpfung zu tragen.
140. Denn er ist nicht nur vollkommen unfähig, sondern sogar unwürdig, auf irgendeine Weise das Wesen des Schöpfers des Universums zu beunruhigen.
141. Doch zum wiederholten Male rechtfertigt euch für das, was ihr tut, vorerst euer Unwissen.
142. Eine Unwissenheit, die man aus einer Reihe von Gründen bis heute nicht ausgleichen konnte.
143. Denn in eurem Fall ist alles, was für den Verstand günstig ist, bei weitem nicht immer günstig für eure Seele.
144. Viele geistige Errungenschaften eures Lebens sahen äußerlich in der Regel unvernünftig aus.
145. Doch das, was Früchte der Logik waren, führte oft zum Verlust wahrer Schätze, die ohnehin in eurer Seele noch nicht sehr groß sind.