Letzte Hoffnung – Kapitel 8

01. Also fanden die ersten Verkörperungen statt, und die junge menschliche Zivilisation betrat unbewusst das Sakrament der Selbstbestimmung.
02. Der Große Himmlische Vater sah, dass die junge Menschheit aus Unwissenheit über das Wesen ihrer Taten mit Überzeugung den Samen des globalen Egoismus pflanzte, der das Wesen des unvermeidlichen tragischen zukünftigen Werdeganges verkörperte.
03. Wonach natürlich eine Richtung in der Entwicklung gewählt wurde, deren charakteristische Besonderheit die wissenschaftlich-technischen Errungenschaften sind.
04. Doch während das für die Vertreter des beweglichen Verstandes im Weltall der einzige grundlegende Entwicklungsweg ist, wurde gerade für die Menschheit dagegen so ein Weg zur Sackgasse.
05. Um so mehr musste es unvermeidlich eine äußerst gefährliche Rolle spielen, dass der Mensch die Früchte der wissenschaftlich-technischen Errungenschaften unbedingt auf die Befriedigung der egoistischen Naturinstinktbedürfnisse richtet.
06. Doch in diesem Zusammenhang konnte man nichts tun, denn das war ein natürliches Resultat der Verflechtung der geistigen Besonderheiten der noch nicht zur notwendigen Kraft erstarkten Seele mit den Besonderheiten der Naturgesetze des Körpers.
07. Der Same wurde gepflanzt, und aus ihm reckte sich schnell ein verkrüppelter Baum empor mit zahlreichen giftigen, mit in der Schöpfung für niemanden notwendigen Früchten.
08. Einen Teil dieser Früchte verzehrt die Menschheit selbst, wobei man sich aktiv mit allen möglichen Methoden gegenseitig beweist, wie wichtig so ein Verzehr ist.
09. Obwohl der Mensch nach jedem Verzehr einer solchen Frucht an immer schwieriger zu heilenden Krankheiten erkrankt, die eine große, in lautstarkem Stöhnen ertrinkende Menschenmenge zur Selbstzerstörung bringen.
10. Der restliche, unberührte Teil der Früchte aber fällt um den Baum der Lüge herum von allein auf die Erde und vergiftet sie immer mehr.
11. Und schon seit dem Altertum wurde sichtbar, dass dieser Baum, wie riesig er auch gewachsen war und unter sich den Grund vergiftete, sich selbst unvermeidlich zur Selbstzerstörung führen wird.
12. So eine für die menschliche Zivilisation schicksalhafte Grenzlinie wurde lange zuvor als eine eigenartige Grenze bekannt, die von der Harmonie aufgestellt wurde und die eine menschliche Gesellschaft mit der bisherigen charakteristischen Beschaffenheit der Lebenstätigkeit nicht überschreiten darf.
13. Doch außer dem vom Großen Gott Vorbestimmten haben in der Lebenstätigkeit der menschlichen Zivilisation einige erschwerende Ereignisse begonnen.
14. Eines von ihnen ereignete sich auf natürliche Weise auf der Grundlage des in der Schöpfung aufgestellten Gesetzes über Aktivitäten seitens des Verstandes des Weltalls zur Hilfestellung für die jungen, sich zu entwickeln beginnenden Zivilisationen des beweglichen Verstandes,
15. Wobei die Form der Lebenstätigkeit einer derselben ernsthaft die Vertreter des Weltallverstandes verblüffte.
16. Wonach von verschiedenen Seiten alle möglichen moral-ethischen Begriffe und Normen in euer Bewusstsein eingeführt wurden, die der außerirdische Verstand fähig war, als die günstigsten für diese Zeitspanne in eurem Leben zu erkennen.
17. Im weiteren wird die Veränderung beobachtet, die mit euch aufgrund des Aufnehmens des von oben Gesandten vonstatten geht; und unter Berücksichtigung des Charakters der Abweichungen, die auf natürliche Weise in euren Erscheinungsformen entstehen, wird daraufhin irgendeine neue Lehre herabgesandt.
18. Somit wird jede nächstfolgende religiös-mystische Lehre in das Leben eurer Gesellschaft unter der unbedingten Berücksichtigung der Mängel eingeführt, die während der Umsetzung der vorhergehenden Lehren bemerkt wurden.
19. Wobei euer eigenartig arbeitender Verstand die herabgesandten Begriffe und Normen eurem eigenen Egoismus zuliebe sonderbar entstellt.
20. Und da bei eurer Zivilisation sich zwei verschiedene Interessen zweier unterschiedlicher Richtungen des außerirdischen Verstandes kreuzten, begannen sich sehr bald Früchte verschiedener Bemühungen auf eure Lebenstätigkeit auszuwirken.
21. Die sich anormal formende Gesellschaft führte unvermeidlich eure Wechselbeziehungen zu bestimmten, schwierig zu lösenden Umständen, die mit den unter solchen Bedingungen natürlich auftretenden Schwierigkeiten beim Erwerb und der Versorgung untereinander mit lebensnotwendigen Erzeugnissen verbunden sind.
22. Indem eine Richtung des außerirdischen Verstandes diese aufgetretenen Schwierigkeiten in den schnell anwachsenden, gespaltenen Gesellschaften geschickt ausnutzte und die charakteristischen Abweichungen, die bei eurer Tätigkeit krass in Erscheinung traten, angemessen berücksichtigte, half er euch, zu der Schlussfolgerung  über die Notwendigkeit zu kommen, in eure gegenseitigen Beziehungen gewisse imaginäre Werte einzuführen, mit deren Hilfe ihr auf leichte Weise das Erwünschte erwerben könnt.
23. Euer Verstand war in jenem Moment nicht in der Lage, würdig einzuschätzen, was sich wirklich hinter den zu jener Zeit in eurem Bewusstsein entstandenen, eurer Meinung nach klugen Ideen verbarg.
24. Die Fähigkeiten des Verstandes aber, der sich im Dienst des stark wuchernden Egoismus befand, konnten später ohne weiteres einschätzen, dass jener, der am meisten von diesen imaginären Werten besitzt, die größten Möglichkeiten zur Befriedigung aller egoistischen Instinktbedürfnisse in jeglicher gewünschter Ausformung zur Verfügung hat.
25. Und da diese Bedürfnisse die erstrangigen lebenswichtigen Ziele der ganzen sich formenden jungen Zivilisation waren, so musste das Streben nach Erwerb der größtmöglichen Menge bedingter Werte unvermeidlich zum Hauptziel im Leben von jedem von euch werden.
26. Umso mehr, als man unter bestimmten Bedingungen diese imaginären Werte leicht anhäufen kann, ohne immer so weite, mühsame tägliche physische Anstrengungen zu unternehmen.
27. Die Einführung solcher Art Werte ähnelt der Einbringung eines superaktiven Düngers in den Boden, aus dem sich bereits erfolgreich der verkrüppelte Baum des globalen Egoismus emporhob.
28. Dieses Ereignis wurde zu einer bedeutenden Erscheinung, die ernsten Schwierigkeiten, die das Werden der Menschheit auf dem Weg der Selbstbestimmung hinderten, den Anfang gab.
29. Der außerirdische Verstand war fähig, schon lange zuvor die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Grenze auf dem Weg des Werdens der jungen Menschheit auszurechnen, währenddessen sich das Schicksal der auf der Erde lebenden Gesellschaft der seltsamen Vertreter des beweglichen Verstandes endgültig entscheiden würde.
30. Und dann fassten die Vertreter einer Richtung des außerirdischen Verstandes bewusst den Entschluss zu versuchen, eurer Gesellschaft die notwendige Hilfe zu leisten, damit ihr bei der Annäherung an die von der Harmonie gesetzte Grenze in der Lage sein würdet, die Entwicklung fortzuführen.
31. Die Vertreter der anderen Richtung aber hatten in Bezug auf eure Existenz Ziele anderer Art.
32. Wonach, im Gegensatz zu den wohlgemeinten Anstrengungen seitens der Vertreter der ersten Richtung, die Vertreter der anderen Richtung, die die mit euch verbundenen gleichen Besonderheiten nutzten, Anstrengungen mit dem Ziel unternahmen, die Effekte der Früchte der wohlgemeinten Anstrengungen zu neutralisieren.
33. Als Ergebnis dessen, auf der Grundlage der geschickten Ausnutzung der anormal immer stärker brennenden egoistischen Ansprüche auf Macht, Ehrerbietung und Herrschaft, begannen in eurem Leben alle möglichen Abarten mystischer Vereinigungen zu entstehen.
34. Wobei in das Bewusstsein ihrer Vertreter bis zur Dummheit entstellte Vorstellungen von Gott und Seinen Dienern eingeführt werden.
35. Da aber in solchen Vereinigungen mit Hilfe der außerirdischen Welt einige elementare energetische Spiele zugelassen werden, die den Menschen in ein abergläubisches Beben versetzen, so wird damit allem Unsinn, der sich in einer ideologischen `geheimen´ Lehre formiert, ein gewichtiges Argument zugeordnet.
36. In der Regel seid ihr in solchen Fällen sehr geneigt, dem Geschehen zu vertrauen.
37. Neben solchen großen und kleinen Erscheinungen gehen nicht wenige Einwirkungen auch auf die sich formenden religiösen Vereinigungen vonstatten.
38. Doch sein Hauptaugenmerk richtet der euch entgegenstehende außerirdische Verstand nicht auf das Gebiet der religiös-mystischen Ideologien,
39. Die sich schnell aufgrund der Gesetze des Egoismus in sich selbst in verschiedene Schattierungen von Strömungen teilen und damit den wohlbringenden Effekt der Lehre selbst neutralisieren.
40. Wonach die Vertreter jeder Strömung in anmaßender Weise denken, dass sie bestimmte Teile der Lehre besser als alle anderen verstünden und folglich mehr Möglichkeiten hätten in der Vorwärtsbewegung und der Erlösung;
41. Was euch vor allem zu Sklaven der Finsternis macht, selbst wenn ihr euch auch in diesem Fall aufrichtig als Gläubige betrachtet.
42. Das Hauptaugenmerk richtete der euch entgegenstehende außerirdische Verstand auf das Gebiet eurer wechselseitigen Beziehungen im Alltag, wo erfolgreich bestimmte bedingte Werte eingeführt wurden, die in die Begriffe aller möglichen Geldeinheiten übergingen.
43. Dieser Bereich gab nach den Berechnungen dieses außerirdischen Verstandes die fast vollständige Garantie, die versklavte Menschheit leicht zur Selbstvernichtung zu führen, ohne dabei das bestehende Gesetz des Verstandes im Weltall zu übertreten, das die offene, aktive Einmischung in die Lebenstätigkeit einer beliebigen Zivilisation des beweglichen Verstandes bei Verletzung der Freiheit der Wahl dieser sich entwickelnden Zivilisation verbietet.
44. Und in diesem Fall gab es keine gewaltsame Einführung der Geldeinheiten mit einem System, das ihren Umlauf regelt.
45. Ihr hattet die volle Freiheit auszuwählen, ob ihr die im Bewusstsein entstandene, damit verbundene Idee benutzt oder nicht.
46. Doch ihr habt nicht nur diese Idee aufgegriffen, sondern auch nach einiger Zeit mit Bereitschaft alle eure kognitiven und physischen Möglichkeiten zu ihrer Realisierung und Entwicklung eingesetzt.
47. Denn daran war vor allem euer Egoismus äußerst interessiert.
48. Und der dem Egoismus gehorsame Verstand schätzte problemlos die großen Perspektiven auf die Befriedigung der Bedürfnisse dessen ein, dem zuliebe alle Denkfähigkeiten benutzt werden.
49. Da unter natürlichen Bedingungen die größte Ehrerbietung, und folglich auch die Möglichkeiten, die egoistischen Instinktbedürfnisse maximal zu befriedigen, nur jener erlangen kann, der von der Natur mit den besten persönlichen Qualitäten ausgestattet ist, so erlaubt die größte Menge von Geldeinheiten dagegen, mit der angeblichen Möglichkeit eines jeden, sie zu erlangen, sogar nicht minder die egoistischen Instinktbedürfnisse losgelöst von jeglicher Abhängigkeit bezüglich persönlicher Qualitäten zu befriedigen.
50. Bald konnte man merken, dass dort, wo es gelungen ist, in eure Lebenstätigkeit imaginäre Werte einzuführen, ihr wesentlich mehr an die Möglichkeiten des Erwerbs dieser Werte dachtet, als an Ideen mit religiösen Motiven, über die ihr weiter zur Gewissensberuhigung redet wie über das Lebensnotwendigste.
51. Man konnte gut sehen, dass, wie viel der Mensch auch über sein religiöses Wirken redete, er sich hauptsächlich vor allem vor den materiellen Werten verneigen wird.
52. Und wie aufgeblasen verächtlich man auch in Bezug auf das Geld redet, die Lebenstätigkeit selbst wird man eben in völliger Abhängigkeit vom System der Geldeinheiten aufbauen,
53. Wobei ihr gehorsam die Lebensordnung dermaßen formt, dass jeder Vertreter der Gesellschaft in völlige Abhängigkeit gerät von der Notwendigkeit, sich ständig über den Erwerb einer immer größeren Menge dieser bedingten Werte zu sorgen.
54. Ist diese Anbindung nicht einem Strick ähnlich, an dem der Esel um den Pflock geht, der von jemandem in die Erde eingeschlagen wurde?
55. Wobei die einzige Richtung, in die man unendlich und ungehindert gehen kann, – die Bewegung im Kreis ist.
56. Doch, soviel man auch läuft. Immer bleibt man am selben Platz beim selben Pflock.
57. Die Kinder Gottes sind berufen, nur eine `Anbindung´ zu kennen – wenn eure Hände in der Hand Gottes, eures Himmlischen Vaters liegen,
58. Der immer auf jenem direkten Weg entlangführt, wo die Sonne nie untergeht und die Finsternis niemals das Licht überwindet.
59. Ihr seid nicht allein angesichts großer Gefahren und Schwierigkeiten.
60. Ihr werdet von eurem Gott nicht verlassen, sowohl jetzt nicht, als auch nicht an all den Tagen, die die unansehnliche Geschichte des Werdens eurer Zivilisation zusammengestellt hat.
61. Euch scheint es nur so, als ob euch der Himmlische Vater nicht sieht und nichts tut.
62. Aber das kommt daher, dass ihr von Ihm immer das Ihm nicht Eigene fordert, sondern das, was in Wirklichkeit nicht zu eurem Wohl gereicht.
63. Erst jetzt steht euch bevor, heutzutage die Wahrheiten über große Geheimnisse umfassender zu erfahren.
64. Viele Wahrheiten, die bisher aus Notwendigkeit in einem großen Buch mit sieben Siegeln versiegelt, aufbewahrt wurden.
65. Doch nun ist bereits die Stunde gekommen, die die lange Zeit der Erwartung beendet.
66. Und mögen die wachsamen Hörer die Stimme vernehmen, die aus den geöffneten Seiten vorliest.

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